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GAGFAH nimmt Stellung zu Klage durch die Stadt Dresden


25.03.2011
aktiencheck.de

Luxemburg (aktiencheck.de AG) - Der Immobilienkonzern GAGFAH S.A. (ISIN LU0269583422 / WKN A0LBDT) hat am Freitag zur Entscheidung der Stadt Dresden Stellung genommen, gegen Tochtergesellschaften der GAGFAH Klage zu erheben. Im Zuge des Verfahrens solle geklärt werden, ob bestimmte Verpflichtungen aus dem Kaufvertrag mit der Stadt Dresden aus dem Jahr 2006 über den Erwerb der WOBA-Gesellschaften verletzt worden sind.

Wie aus der Pressemitteilung des Immobilienkonzerns vom Freitag hervorgeht, habe die Stadt Dresden bislang gegenüber der GAGFAH weder die Grundlage für ihre Klage konkretisiert noch die Höhe der von ihr behaupteten Ansprüche mitgeteilt oder substantiiert. GAGFAH bedauere die Entscheidung der Stadt, ist jedoch nach wie vor überzeugt, Geist und Inhalt der Privatisierungsvereinbarungen mit der Stadt Dresden und insbesondere die darin vereinbarte Sozialcharta eingehalten zu haben.


GAGFAH werde sich deshalb vollumfänglich gegen die Klage verteidigen. Darüber hinaus weist der Immobilienkonzern eine etwaige von der Stadt Dresden geltend gemachte Forderung nachdrücklich zurück und ist der festen Überzeugung, dass ihre Position auch vor Gericht Bestand haben wird.

Die GAGFAH hatte einem Medienbericht zufolge 2006 die 48.000 Wohnungen der stadteigenen Wohnungsbaugesellschaft WOBA für 1,7 Mrd. Euro abgekauft und dabei vertraglich zugesichert, die Rechte der Mieter zu schützen. Auch wenn die GAGFAH Häuser aus dem WOBA-Bestand verkauft werden, gelten diese in der Sozialcharta vereinbarten Schutzregeln weiter für die neuen Eigentümer. Die GAGFAH solle aber in mindestens 74 von 167 Fällen diese Klauseln laut einem Bericht der "Sächsischen Zeitung" ausgehebelt haben. Nach Informationen der Zeitung ergebe sich daraus eine Vertragsstrafe von 1,06 Mrd. Euro plus Zinsen.

Die Aktie von GAGFAH notiert aktuell mit einem Minus von 3,87 Prozent bei 5,83 Euro. (25.03.2011/ac/n/d)



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